Projekt Neue Heimat

Projekt Neue Heimat

Mit dem Projekt NEUE HEIMAT im Bezirk Lichtenberg soll Menschen schnell und unkompliziert Hilfestellungen im Alltag gegeben werden. Dazu gehören das Verstetigen vorhandener Angebote, die Weiterentwicklung dieser Angebote sowie die Entwicklung von neuen Angeboten für und mit den Menschen in Lichtenberg.

Das Projekt NEUE HEIMAT beinhaltet die Umsetzung folgender Aufgabenstellungen:

Niederschwellige Beratungs- und Betreuungsdienste sowie Begleitdienste zu Ämtern, Behörden und Gesundheitseinrichtungen für Migranten (Fragen zum Rentenrecht und zu Versicherungen, Betriebskostenabrechnungen, Telefonrechnungen, Banken, Kontoführung, Kindergeldzahlungen und -Ansprüche, Kinderferienbetreuung, Hilfe bei Bewerbungen und bei der Arbeitssuche, sowie Ausbildungsmöglichkeiten und bei Praktikumsstellen, Dolmetschertätigkeiten, Widersprüche gegen behördliche Entscheidungen, Hilfestellung beim Ausfüllen von Anträgen und Formulare aller Art, Begleitdienste zu Sozial- und Arbeitsämtern, Wohngeld- Einbürgerungsstellen und medizinischen Einrichtungen usw.)

Weiterführende Beratung mit Blick auf die Bildungs- und Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen mit Bleibeperspektive sowie Neuzugewanderten. Der Bildungsreferent empfiehl Bildungsangebote und bietet Erfahrungswerte an. Diese Erfahrungswerte fußen auf dem Austausch zwischen den Partnern und Bildungseinrichtungen mit denen das Projekt Neue Heimat kooperiert.

Realisierung von Begegnungsangeboten für Neuzugewanderte und Alteingesessene. Dazu zählen Familiennachmittage, sportliche Aktivitäten und Kulturveranstaltungen sowie die Organisation der Seniorenveranstaltung „Spätsommer“ (in Umsetzung der Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Situation von Spätaussiedlern aus der GUS-Staaten in Berlin-Lichtenberg). Ausbau laufender Projekte wie: Lernwerkstatt für Russlanddeutsche Kinder und deren Freunde, offene Chorproben „ der Lyra Chöre“, kulturelles Programm „Musik ohne Grenzen“, Verbesserung der medialen Kompetenz „MEDIANATION“, Schulungen von Multiplikatoren, regelmäßige Künstlerproben, Organisation von Integrations- und Identitäts-Seminaren für Spätaussiedler und Familienangehörige. Diese Angebote dienen nicht nur der Mobilisierung der Zielgruppe, sondern auch dem Abbau der großen Ablehnung gegenüber den Zugewanderten in der Nachbarschaft.

Ausbau und Fortführung der Dauerausstellung „Geschichte der Deutschen aus Russland“ und Vernetzung mit dem Lese Club in der KULTSchule. In diesem Zusammenhang bietet der Verein Lyra e.V. den Kindern und Eltern, sowie anderen interessierten Bürgern, Führungen und Diskussionsrunden, um vorhandene Vorurteile abzubauen, mehr Toleranz zu erreichen, gegen Fremdenfeindlichkeit einzustehen und jeder Art von Rechtsextremismus entgegenzuwirken. Durch die Zusammenarbeit mit weiteren Trägern wie der Vereinigung der Vietnamesen, Kulturhaus Karlshorst, Sozialladen Berlin, Berlin Brandenburg Bildungswerk, Integrationsausschuss, Migrantenrat und zahlreichen anderen, soll die Vernetzung und der Informationsaustausch verbessert werden. Insbesondere als Gegenmittel für die Falschinformation seitens der rechtsextremen Szene, sowie Aufbau eines effektiven E-Mail-Verteilers. Ganz wichtig ist dabei die Vernetzung mit Stadtteilzentren und ständiger Austausch mit den Akteuren im Kiez und in Lichtenberg.

Das Festival „ Kultur-Brücke“ – Hauptziel der „Kultur Brücke“ ist es, den Deutschen aus Russland zu helfen, ihre Identität in der neuen Heimat zu finden und zu bewahren, gleichzeitig auch andere Kulturen kennen zu lernen. Kultur, Musik, Kunst helfen dabei, sich in die Gesellschaft zu integrieren, Freundschaften zu stärken, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen den Kulturaustausch nahe zu bringen um damit die Vielseitigkeit und dem multikulturellen Charakter der Deutschen aus Russland zu unterstreichen.

Des Weiteren finden Konzerte und Auftritte der einzelnen Gruppen des „Künstlerischen Ensembles LYRA“ in der Öffentlichkeit statt. Als Beiträge zu einem friedlichen Miteinander, gegen Fremdenfeindlichkeit und einem besseren Verständnis zwischen Migranten, Aussiedlern und Einheimischen finden zahlreiche Auftritte und Gastdarbietungen statt. Proben und Auftritte des Lyra-Ensembles: Akkordeon-Trio, 3 Jugendbands (u.a. „Kukuschka“), des Quartetts „Credo“, Gesangsolisten, Jugendgruppe „Agapie“ (Vokal und Tanz), Theatergruppe, „Musik ohne Grenzen“, „Lernwerkstatt“ – Musik, Solisten und Kinder, bilden eine solide Basis auch für die zukünftige Entwicklung und Ausweitung der kulturellen Begegnungsangebote.

Entwicklung der Zusammenarbeit mit den soziokulturellen Zentren, anderen Trägern und Projekten, Teilnahme an den Fachgremien des Bezirksamtes, sowie Stärkung der Onlinekompetenz.

Als eine wichtige Projektsäule sehen wir die Koordination und Entwicklung der Begegnungsangebote in Kooperation mit den Stadtteilzentren und örtlichen Akteuren der sozialen Arbeit. Dazu zählen u.a. Familiennachmittage, sportliche Aktivitäten und Kulturveranstaltungen. Dies dient nicht nur der Mobilisierung der Zielgruppe, sondern auch dem Abbau der möglichen Ablehnung gegenüber den Zugewanderten in der Nachbarschaft.